Yoga Ausbildung auf Bali: So habe ich mich vorbereitet
Yoga Ausbildung auf Bali: Alles, was du wissen musst, um dein Yoga Teacher Training auf Bali zu planen

Yoga Ausbildung auf Bali: So habe ich mich vorbereitet

Lange habe ich hin und her überlegt ob ich denn wirklich schon soweit bin, um ein Yogalehrer-Ausbildung zu machen. Angefangen mit Yoga habe ich vor ca. 7 Jahren. Während meines Höhepunktes in Sachen „Couchpotato“. Ich hatte damals jeglichen Bezug zu meinem Körper verloren. Fand mich einfach nur unausstehlich und war im Gegenzug rückblickend auch unausstehlich. Meine Gedanken waren schwer und ich wusste gar nicht, wozu mein Körper eigentlich fähig war. Die erste Yogastunde war soft (zum Glück!) und ich kam immer und immer wieder zurück auf die Matte. Knapp sieben Jahre später – wobei ich erst seit ca. 3 Jahren eine wirklich regelmäßige und fast tägliche Yogapraxis habe, habe ich mich dann dazu entschlossen: Ich möchte einen Monat nur Yoga machen, Zeit für mich haben, tiefer in die Materie einsteigen und mehr darüber lernen. Ich möchte meine körperlichen und emotionalen Grenzen erfahren.

Erstmal eine geeignete Yogaschule suchen

Ich habe ewig, wirklich ewig im Internet nach möglichen Yogaschulen/Teacher Trainings recherchiert und bin dann auch Dank meiner Freundin Julia, mit der ich dann auch zusammen das YTT gemacht habe, auf „The Practice“ in Canggu/Bali gestoßen. Für mich war eins von Anfang an klar: Egal wo ich das YTT machen werde, es muss auf jeden Fall warm sein. Für alle Ayurveda Experten unter euch: Ich habe eine extreme Vata-Imbalance und muss der Kälte und Trockenheit fliehen, um wirklich 100 % alles geben zu können. Die Hitze, die Luftfeuchtigkeit – erst da fühlt mein Körper sich wirklich geschmeidig und mein Kopf ist irgendwie viel wacher. Im subtropischen Klima stört es mich auch überhaupt nicht, wenn um 5 Uhr morgens der Wecker klingelt.

Jedenfalls fiel dann irgendwann die Entscheidung auf The Practice. Ich war bereits einmal vorher auf der Insel und konnte mir sehr gut vorstellen, mich dort für insgesamt 5 Wochen wohl zu fühlen. Vorab mussten wir einen kurzen Fragebogen beantworten und eine kleine Anzahlung leisten, um die Anmeldung fix zu machen. Danach war Vorfreude und etwas Orga angesagt.

Wie läuft das ab mit Visum & Unterkunft?

Wir haben uns dafür entschieden bereits vorab ein Visum bei der Indonesischen Botschaft in Frankfurt am Main zu beantragen, weil klar war, dass wir länger als 30 Tage auf Bali sein werden. Das Standard Touristen-Visum läuft nach 30 Tagen ab. Ein Visum für 60 Tage kostet etwa 45 Euro und es dauert in etwa 14 Tage, bis man es dann im Pass hat. Wir mussten außerdem einen Kontoauszug oder Gehaltsnachweis vorlegen, damit ersichtlich wird, dass man über ausreichend finanzielle Mittel verfügt um sich auf Bali für einige Wochen aufzuhalten.

Nachdem wir uns für das YTT angemeldet hatten, haben wir uns noch eine Unterkunft gesucht. Das YTT war non-residential – das bedeutetet, eine Unterkunft war im Preis nicht enthalten. Allerdings haben wir jeden Morgen einen Gutschein für die schönsten Cafés in Canggu erhalten, um dort nach unserer ersten Yogastunde und der Meditation zu frühstücken. Das habe ich als total positiv empfunden. So haben wir uns jeden Tag mit anderen Menschen, die dort leben oder Urlaub machen, gemischt und konnten jeden Tag wo anders essen. Manchmal wollte man auch lieber alleine sein, an anderen Tagen saßen wir mit einer riesen Gruppe zusammen und haben gefrühstückt. Außerdem herrscht auf Bali eine richtige Frühstückskultur und die Cafés dort bieten wunderschöne Frühstücksgerichte an, auf die ich nicht hätte verzichten wollen. Wir waren damals hauptsächlich im Café Vida, Shady Shack und Crate. Alle drei Läden sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Gute Unterkünfte gibt es viele – such dir was zum Wohlfühlen aus!

Bei der Auswahl unserer Unterkunft war es uns wichtig, dass es in der Nähe der Yoga Shala war, wir einen Pool haben und ein Zimmer mit zwei Einzelbetten. Wir haben uns damals hauptsächlich auf Booking.com und Air Bnb umgesehen und haben uns letztendlich für „The Daun“ entschieden. Ein kleines Homestay mit Pool, einem kleinen Café und sehr sehr netten Besitzern. Die Rezeption war 24 h besetzt und wir haben uns wirklich richtig wohl gefühlt. Die Unterkunft war preislich und von der Ausstattung im Bereich „Mittelklasse“. Ich würde dort auf jeden Fall wieder übernachten. Es gibt tatsächlich sehr viele wunderschöne Unterkünfte in Canggu, eine gute Recherche lohnt sich also.

Einige Tage habe ich auch noch im „The Apartmenst Canggu“ übernachtet. Die Unterkunft war wirklich auch super hübsch, jedoch etwas außerhalb gelegen. Aufgrund der Nähe zwischen Yoga Shala und Hotel haben wir uns dann vor Ort „nur“ Fahrräder ausgeliehen und keine Roller. Das war extrem praktisch. Wir waren überall ratz fatz vor Ort und ich habe es geliebt, morgens wenn die Sonne aufging durch die leeren Straßen zu rollen mit dem Duft von Fragipani in der Luft – mega schön! Das Fahrrad hat uns für die 5 Wochen umgerechnet etwa 50 Euro gekostet.

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Geld & Gepäck: Mach es dir so einfach wie möglich

Bevor es los geht musst du dir auch keine Sorgen ums Geld wechseln machen, das würde ich immer wieder einfach vor Ort am Geldautomaten mit der Kreditkarte abheben oder ein paar Euros mitnehmen und an offiziellen Wechselstuben tauschen. Am Flughafen, wenn man den Ankunftsbereich verlässt, gibt es direkt rechts neben der „Arrival-Tür“ eine Wechselstube in der ich schon zwei mal problemlos meine Euros nach der Ankunft gewechselt habe. Da wirst du dann auch direkt zum Millionär, weil der Wechselkurs etwa 1 € : 14.000 IDR beträgt. Also nicht erschrecken: Man läuft mit ’nem dicken Stapel Geld rum.

Wenn man ankommt stehen schon hunderte von Fahrern am Flughafen und wollen dir ein Taxi anbieten. Wir wurden am Flughafen von einem Fahrer von The Practice abgeholt. Aber falls man nichts organisiert hat, wäre das auch kein Problem, da es vor Ort wirklich super viele Fahrer gibt. Die Fahrt vom Flughafen nach Canggu kostet etwa 12 Euro.
Beim Gepäck kann ich jedem nur raten möglichst wenig mitzunehmen. Es ist wirklich so, dass man fast nur in Yoga-Kleidung unterwegs ist oder im Badezeug. Das heißt mehr als ein paar Yoga-Hosen und Tops sowie einen Bikini/Swimshorts braucht es nicht. Alles andere würde es auch vor Ort geben. Natürlich noch Kosmetik und Duschzeug worauf man auf keinen Fall verzichten möchte, aber das war’s dann auch wirklich. Viele Bücher braucht man für das YTT auch nicht unnötig einmal bis zum anderen Ende der Welt schleppen, denn die Tage sind vollgepackt und es gibt genügend im YTT Handbuch zu lesen. Dann vielleicht noch die ein oder andere Hausaufgabe und vor allem gibt es sehr viel, was am Ende des Tages einfach mal sacken muss.

Und dann: Relax ;-)

Die Aufregung oder ein kleines bisschen Angst, die man am Anfang vielleicht im Gepäck hat, ist ganz normal. Aber es ist wirklich so, dass es allen so geht und dass alle im selben Boot sitzen. Sei einfach du selbst und lass niemals das Gefühl in dir aufsteigen, dass du vielleicht nicht „gut genug“ bist für ein Yoga Teacher Training. Wir sind alle so unterschiedlich und du hast es bis dahin geschafft, deshalb hast du es auf jeden Fall verdient, diese Erfahrung zu machen.

Gerne erzähle ich im nächsten Teil dann ein bisschen mehr über die Erfahrung selbst, was dich erwartet, wie die Tage ablaufen, was wir gelernt haben und wie sich Körper und Geist tatsächlich anfühlen, wenn sich den ganzen Tag alles um Yoga dreht.

Falls du noch Fragen hast oder dich vielleicht gerade für ein YTT auf Bali interessierst, dann hinterlass mir doch gerne einen Kommentar mit deiner Frage.

Fotocredit: Jared Rice

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Hallo ich bin Anne, seit ca. 7 Jahren ist Yoga fester Bestandteil in meinem Leben. 2014 habe ich eine Yogalehrer-Ausbildung für Kinder und Jugendliche absolviert und 2017 dann mein 200 h Yoga Teacher Training auf Bali. Seitdem habe ich Moon Yoga gegründet und unterrichte regelmäßig Hatha Yoga und Mindful Vinyasa. Ich liebe es, andere Yogis auf ihrem Weg zu begleiten. Im Dezember 2017 habe ich meinen Bürojob gekündigt um das zu tun, was mich glücklich macht: Reisen und Yoga. Gerne nehme ich euch auf dieser Reise mit.


'Yoga Ausbildung auf Bali: So habe ich mich vorbereitet' have 2 comments

  1. 4. März 2018 @ 9:47 Laura Hopp

    Guten Morgen Anne,

    ich möchte unbedingt eine Yogaausbildung auf Bali oder in Indien machen. Mich hat bisher allerdings die Sprachbarriere daran gehindert. Ich kann mich schon auf englisch verständigen aber es könnte besser sein. Meinst du es wäre gut, wenn ich eine Yogaausbildung auf englisch mache um ggf. mein können zu verbessern oder ist es eher kontraproduktiv. Yogaausbildung auf Bali in Deutsch sind ja begrenzt. Vielleicht kannst du mir ja dazu deine Erfahrung/Meinung erzählen.

    Ganz liebe Grüße
    Laura

  2. 25. Februar 2018 @ 9:47 Nadja

    Hallo Anne,

    tatsächlich interessiert mich alles rund um den genauen Ablauf des YTT bei the Practice, da ich mich genau dafür dieses Jahr angemeldet habe. Da ich schon ganz oft auf Bali und auch immer in Canggu zum surfen war, kenne ich die Umgebung und das Bali Life mit allen genannten Cafés sehr gut, was du hier sehr schön im Artikel beschreibst. Für den Inhalt des YTT würde ich mich sehr auf einen Teil II freuen.

    Ganz liebe Grüße
    Nadja


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