Yoga kann dir helfen, Angstgefühle zu lindern und Ängste zu überwinden. Diese Übungen helfen dir dabei! #Yoga #Angst

Yoga gegen Angst: Diese Asanas können dir helfen, Ängste zu überwinden

Yoga hat etwas geschafft, dass ich am Anfang meiner „Yogakarriere“ nie für möglich gehalten hätte: Ich habe es durch Yoga geschafft, einige meiner Ängste loszuwerden oder zumindest im Zaum zu halten. Welche Ängste das waren, wie das funktioniert hat und wie du das vielleicht auch schaffen kannst, möchte ich heute mit dir teilen.

Meine Flugangst und Angst vor dem Tieftauchen

Früher hatte ich überhaupt kein Problem damit zu fliegen. Vor ungefähr 7 Jahren bekam ich das erste Mal eine Angstattacke in einem Flugzeug und habe seitdem damit zu kämpfen. Das ist ein großes Problem, wenn man so gern reist wie ich und nicht darauf verzichten mag. Meine Ärztin hat mir schließlich sogar Beruhigungsmittel dagegen verschrieben, mit denen ich es erträglicher machen konnte. Bei meinem letzten Flug wollte ich diese Mittel aber nicht mehr nehmen. Ich achte sonst so darauf, was ich meinem Körper zuführe, da kann ich doch nicht einfach eine Pille einwerfen, um meine Ängste zu unterdrücken. Sobald ich im Flugzeug war suchte ich den Kanal für spirituelle Musik, machte die Augen zu und konzentrierte mich ganz auf die Musik und lange, tiefe Atemzüge in meine Bauchgegend. Ich habe es irgendwie geschafft mich so weit auszuklinken, dass ich den Start nur wie durch einen Schleier mitbekommen habe und die Angst erträglich wurde.

Ich bin passionierte Taucherin, bekam aber sobald es tiefer als 18 m wurde ein unangenehmes Gefühl, das mir den Spaß am Tauchen nahm. Besonders schlimm war mein erster Tauchgang in eine Tiefe von 30 m. Ich spielte so oft mit dem Gedanken, es nicht zu tun und bekam vollkommen irrationale Angst. Bis ich mich dazu entschloss, meine Angst einfach auszublenden und ihr mit Atemübungen und Konzentration entgegenzuwirken. Seitdem ist mir zwar noch immer etwas mulmig wenn es so tief nach unten geht, aber ich kann es bewältigen.

Angst ist ein Teil von uns, sogar ein wichtiger

Wir Menschen haben sie als einen Sinne schärfenden und Körperkraft aktivierenden Schutz- und Überlebensmechanismus, der in Gefahrensituationen ein richtiges Verhalten einleitet, entwickelt. Im Alltag befinden wir uns allerdings mittlerweile eher selten in Gefahrensituationen. Die Angst ist trotzdem Teil von uns und entsteht oft allein in unserem Kopf, ohne rational auch nur irgendwie begründbar zu sein. Irrationale Angst ist nicht nur schlecht für unsere Gesundheit, sondern verdirbt uns auch den Spaß an Dingen oder hindert uns vielleicht sogar daran, Dinge die wir gerne tun würden, zu tun.

Die Angst muss uns aber nicht kontrollieren. Im Gegenteil: Wir können versuchen, sie zu kontrollieren, auch wenn es oft ein harter Kampf ist. Vor allem Pranayama-Übungen (z. B. Bauchatmung) und Asanas, die unser Wurzelchakra stärke, sind ideal um gegen den unliebsamen Begleiter vorzugehen.

 

Eine Auswahl meiner Lieblings-Asanas gegen Angst:

  • Die Kindshaltung – Balasana
    Setz dich auf deine Knie. Öffne deine Oberschenkel ein wenig. Leg deinen Oberkörper nach vorne ab, so dass deine Stirn auf der Matte aufliegt. Die Arme können entweder nach vorne ausgestreckt sein oder neben deinem Körper liegen. Bleib hier für ein paar Minuten und schick ganz tiefe Atemzüge in deine Bauchgegend. Spür bei jeder Atmung wie sich dein Bauch gegen die Oberschenkel drückt. Versuch, den Fokus ganz auf deiner Atmung zu lassen.

 

  • Der Baum – Vrkasana
    Komm in Tadasana (Berghaltung) und strecke beide Beine. Die Fußsohlen liegen am Boden, so erdet sich dein Körper. Verteile hier dein Gleichgewicht. Die Wirbelsäule ist lang und gerade. Such dir einen Punkt vor dir und fokussiere ihn. Atme gleichmäßig. Spanne nun Beine und Bauch an. Bring dein rechtes Bein entweder auf die Wade oder den Oberschenkel. Du kannst gerne mit deiner Hand nach helfen. Nur nicht aufs Knie, da es so zu Verletzungen am Knie kommen kann. Öffne dabei die Hüfte. Achte darauf, dass dein Becken gerade bleibt. Bring die Handflächen entweder in Gebetshaltung vor die Brust oder streck sie über den Kopf. Atme die ganze Zeit über ruhig und gleichmäßig. Dein ganzer Körper ist angespannt und gestreckt. Wenn du dich besonders herausfordern möchtest kannst du versuchen, die Augen zu schließen. Halte so lange es für dich angenehm ist. Löse langsam auf und wiederhole mit dem linken Bein.

 

  • Legs-up-the-Wall Pose – Viparita Karani
    Leg deine Yogamatte zur Wand. Setz dich seitwärts auf deine Matte, das rechte oder linke Bein ist ganz knapp an der Wand. Mit einer Bewegung schwingst du deine Beine an die Wand und legst deinen Oberkörper auf der Matte ab. Rutsch so weit nach vorne, bis dein Po die Wand berührt. Schließe die Augen, leg die Hände auf deinem Bauch ab und bleib hier für 10 Minuten.

Wenn dich also mal wieder Ängste quälen sollten nimm dir die Zeit, deine Yogamatte auszurollen. Erwarte keine Wunder. Nach 10 Minuten Yoga, wirst du nicht von deinen Ängsten geheilt sein. Eine regelmäßige Praxis und diese neue Kanalisierung deiner Energie, kann dir aber langfristig sehr gut dabei helfen.

Hat dir Yoga auch schon einmal dabei geholfen deine Ängste loszuwerden? Erzähl mir doch gerne in den Kommentaren davon.

Yoga kann dir helfen, Angstgefühle zu lindern und Ängste zu überwinden. Diese Übungen helfen dir dabei! #Yoga #Angst

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Julia ist ehemalige Juristin aus Österreich, die ihre Berufung in Yoga, dem Schreiben und einem kreativen Leben gefunden hat. Am glücklichsten ist sie, wenn sie nach dem Surfen in ihrem home away from home Bali barfuß am Strand spazieren und aufs Meer starren darf. Julia liebt kraftvolles Vinyasa Flow Yoga, betreibt selbst den Yoga & Lifestyle Blog www.yogaandjuliet.com, unterrichtet in Wien Yoga und veranstaltet Yoga Retreats.


'Yoga gegen Angst: Diese Asanas können dir helfen, Ängste zu überwinden' have 3 comments

  1. 22. März 2018 @ 9:47 Mira

    Liebe Julia,
    Als ich gelesen habe wie es dir mit deiner Flugangst gin, konnte ich mich absolut wiederfinden.
    Ich bin dieses Jahr nach 8 Jahren erstmals wieder geflogen und das auch noch ganz alleine.
    Ich habe im Vorfeld eher zufällig mit meiner yogalehrerin darüber gesprochen und sie zeigte mir eine Atemübung, welche ich beim Start nutzte. Sie hat mich so beruhigt, dass ich den ganzen restlichen Flug über total entspannt war und auf meinen Rückflug nicht mal mehr Medikamente nahm. Im Moment würde ich behaupten ich habe meine Flugangst überwunden und Yoga hat mit Sicherheit einen großen Teil dazu beigetragen!
    Alles Liebe für dich!
    Mira

  2. 14. März 2018 @ 9:47 Monika

    Liebe Julia,
    herzlichen Dank für deinen Artikel. Ich kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen was du schreibst, ich habe sogar eine Angsterkrankung mit Hilfe von Yoga und Pranayama so in den Griff bekommen dass ich gut mit ihr leben kann.
    Schon vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben: http://yogaliebe.net/2015/12/besiege-deine-angst-mit-yoga-und-atemuebungen/
    Herzlich, Monika

  3. 13. März 2018 @ 9:47 Carla

    Wahnsinn, was mit Yoga alles möglich ist! ich habe nicht extrem Angst vor etwas aber ich finde Yoga hilft einfach immer, sich von Angst oder Sorgen-Gedanken zu lösen und sich zu entspannen.

    Liebe Grüsse
    Carla
    https://carlakatharina.com/


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