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Happy Healthy Monday: Yoga Teacher & Burn Out

Willkommen zum Happy Healthy Monday! Jeden zweiten Montag schreibt Happy Mind Autorin Janna über tolle Infos und Inspirationen aus den Bereichen Healthy Living, ganzheitliche medizinische Facts & Yoga und den unterschiedlichen Bereichen, die ein gesundes und glückliches Leben ausmachen. Janna befindet sich im letzten Abschnitt ihres Medizinstudiums, ist Yoga-Lehrerin und im Bereich Health Coaching und Ayurveda tätig.


Chronische Erschöpfungszustände und Burn Out-Zahlen steigen kontinuierlich an. Das erfolgt unabhängig von Alter, Beruf oder sozialer Schicht und macht natürlich auch vor Yoga Lehrern nicht Halt.

Trotz täglicher Auseinandersetzung mit Achtsamkeit, Meditation und Entspannung ist auch der Beruf des Yoga Lehrers im Kern erst einmal das: Arbeit. Ein Job, der idealerweise Spaß macht, Erfüllung und das nötige Geld zum Leben einbringt.Selbstverständlich können auch hier die üblichen Sorgen, Konkurrenzdruck und Rückschläge auftreten.

Man interagiert eng mit Menschen, muss offen und präsent sein. Umso schwerer wenn die Lebensenergie gerade nicht gut fließt. In der entspannten und heilen Yoga Welt spricht man ungern über die eigene Erschöpfung, fühlt es sich doch wie Versagen an. Man müsste es doch besser wissen! Doch wie in jedem anderen Metier ist es wichtig Frühzeichen zu erkennen und gegenzusteuern um langfristig mit Freude und Hingabe Yoga Unterrichten zu können:

7 Warnzeichen:

  • Die eigene Yoga Praxis wird vernachlässigt
  • Schon allein der Gedanke an Yogaschüler und eine Klasse raubt Energie
  • Es muss unterrichtet werden da es sonst finanziell eng ist
  • Unaufmerksamkeit, Unsicherheit und Zweifel gegenüber sich Selbst und der eigenen Arbeit schleichen sich ein
  • Es werden zu viele Yoga Stunden unterrichtet
  • Keine Inspiration, es wird häufig dieselbe Sequenz abgespult
  • Man fühlt sich müde, gereizt und erschöpft

 

5 Tipps um Burn-Out vorzubeugen:

 

Die eigene Yoga-Praxis hat Priorität, selbst wenn es nur 10 Minuten sind

Warum hast du mit Yoga überhaupt angefangen? Weil es deinem Körper so gut tut und Meditation wunderbar den Kopf klärt? Werde dir deiner persönliche Grundmotivation wieder bewusst. Schaffe absolute Priorität für deine eigene spirituelle Praxis. Zur Not auch mit festen Terminen, die dick im Kalender angestrichen sind. Sei selbst wieder mehr Schüler, besuche Stunden bei anderen Yogalehrern. Suche dir einen Mentor bei dem du regelmäßig praktizieren, dich austauschen kannst und deine eigene Weiterentwicklung gefördert wird!

Finanziell ein zweites Standbein schaffen

Unterrichtest du so viel weil es dir Spaß macht oder die Rechnungen sonst nicht bezahlt werden können? Es ist natürlich absolut nichts Verwerfliches mit Yoga Geld zu verdienen. Heikel wird es nur wenn man durch finanziellen Druck gezwungen wird etwas zu leisten was sich nicht gut anfühlt und Energie raubt. Überlege dir in so einer Situation ob du dir nicht ein zweites finanzielles Standbein schaffen möchtest umso in etwas reduzierter Form aber sorgenfrei Yoga unterrichten zu können.

Wöchentliche Reflektion der energetischen Ressourcen

Dieser Grundsatz gilt eigentlich nicht nur fürs Yoga sondern allgemein fürs (soziale) Leben. Was kann ich überhaupt energetisch bewerkstelligen an all den Terminen, die sich in meinen Kalender quetschen? Auf was habe ich wirklich Lust, für was Zeit und Energie? Was hat Priorität? Rigoroses Aussortieren hilft, schafft Platz zum Durchatmen und Energie auftanken.

Grenzen setzen

Das fällt vielen von uns leider nicht immer leicht. Ein nett formuliertes, aber klares Nein ist oft ein wichtiger Selbstschutz. Man muss einfach nicht jede Yoga-Stunde übernehmen, die einem noch zusätzlich angeboten wird. Man muss auch nicht ständig für Yoga Schüler, Mitarbeiter Kollegen verfügbar sein! Sich selbst Auszeiten gönnen, klare Arbeitszeiten definieren (gerade wenn man selbstständig arbeitet!) und eine gesunde Abgrenzung sind gerade im Yoga Beruf sehr wichtig!

No need to be perfect!

Nein, nicht alle Yoga Lehrer sind dauerentspannte Wesen, die glücklich durch die Welt schweben, sich nur raw-vegan ernähren und nie Sorgen oder Ängste haben! Häufig wird Yoga leider damit assoziiert und durch Werbekampagnen dieses Klischee gut gefüttert. Yogis sind ganz normale Menschen mit Ecken und Kanten. Herrlic unperfekt, ganz verschieden und wunderbar menschlich! Das sollte man sich als Yoga Lehrer immer wieder klarmachen, den ganzen Hype gelassen sehen. Denn häufig sind das unrealistische Erwartungen, die von der Außenwelt gestellt werden. Relevanz haben nur deine innere Einstellung und Lebensansichten. It is still just Yoga, baby!

Dass es auch anders geht, man immer wieder neue Wege gehen kann und sich neue Optionen und Leidenschaften
entwickeln erzählt Madhavi von Kaerlighed wunderbar in folgendem Film, gedreht von Laura Hirch im Rahmen ihres Shantiphant Projekts.

Foto Credit: Samantha Young Photography

 

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Wenn es um Gesundheit und Well-Being geht ist Janna vielseitig interessiert. Sie ist Ärztin, unterrichtet Yoga und ist als selbstständige medizinische Ayurveda- und Ernäherungsberaterin in Zürich tätig. Zudem gibt sie regelmäßig in diesen Bereichen Workshops und Fortbildugen in Deutschland sowie der Schweiz. Ihre persönlichen Wellbeing-Inspirationen und Gesundheits-Tips kann man als Health-Letter abonnieren  oder sie auf ihrem Blog In Good Health besuchen. Oder schreib eine Mail an Janna.


'Happy Healthy Monday: Yoga Teacher & Burn Out' have 6 comments

  1. 12. Juli 2016 @ 9:47 Ann-Kristin Reiff

    Hallo liebe Janna,

    Danke für deinen tollen Artikel. Zu Beginn diesen Jahres habe ich meine Yogalehrerausbildung abgeschossen, die Intenistät meiner eigenen Praxis lustigerweise sogar erhöht und mittlerweile gelernt auch mal nein zu einer Vertretungsstunde zu sagen. Auch bin ich tatkräftig dabei mir durch weitere Projekte zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen, denn alleine vom Yogaunterricht zu leben stelle ich mir sehr schwierig vor.

    Liebe Grüße!

  2. 9. Februar 2015 @ 9:47 Yogalehrer & Burn out – In Good Health

    […] es für Warnzeichen gibt und wie man dem Ausbrennen effektiv vorbeugen kann könnt ihr in meiner “Happy Healthy Monday” Kolumne für das Happy Mind Magazine […]

  3. 1. Oktober 2014 @ 9:47 Michèle

    Toller Artikel, ist dir sehr gelungen Joanna.

  4. 20. September 2014 @ 9:47 janna

    Danke liebe Sandra und liebe Karolina, freut mich wenn euch der Artikel gefallen hat! :)

    Take Care und herzliche Grüße,
    Janna

  5. 15. September 2014 @ 9:47 sandra

    Oh yesss, ich stimme voll und ganz zu!

    Danke für den Artikel!

  6. 15. September 2014 @ 9:47 Karolina

    liebe janna, ich finde es dieser Artikel ist dir sehr gelungen. ich komme aus dem kaufmännischen Bereich und bin grad mal 35 j und mich hat die erschöpfungsdepression eingeholt. eben aus Unachtsamkeit mir selbst gegenüber. auch wenn ich 180% Leistung gebracht habe, war es immer noch vollkommen ok für mich und habe es nicht gemerkt…dann kamen die körperlichen Beschwerden und selbst da habe ich es nicht mit dem Job in zusammenhang… oh eben besuch von einem Schmetterling bekommen… schön.. ich habe yoga nun auch endlich für mich entdeckt und es war und ist genau das richtige für mich. ich möchte mich bei meinen yoga-Lehrerinnen bedanken für die tollen Einzelstunden! ich hoffe für euch ist yoga auch noch immer ein wunder, wie für mich! <3 lg karolina


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