Yoga fürs Hirn: Warum du Yoga und Psychologie mischen darfst

Warum gehst du zum Yoga? Willst du etwas verändern? Verbessern? Dich stärken oder erholen? Die Antworten sind so vielfältig, wie die Yogis, die auf der Matte üben. Die einen suchen einen ruhigen Geist, andere wiederum wollen endlich einen gesunden Körper oder auch die schicke Bikini-Figur. Manche suchen sogar einen tieferen Sinn des Lebens und finden beim Yoga Antworten. Und doch tun wir alle das Gleiche, so unterschiedlich wir auch sind: Wir üben auf unserer Matte.

Auf der Matte zur Ruhe kommen

Wir bewegen uns, atmen und fühlen uns herrlich anders als im Alltag. Fast alle Yoga-Übenden berichten von einer deutlichen Verbesserung des Körpergefühls, von erhöhter Konzentrationsfähigkeit und von der Abnahme körperlicher Beschwerden wie Rückenschmerzen. Yoga wirkt. Das belegen unsere Erfahrungen und mittlerweile auch diverse Studien. So weit und so gut also wunderbar.

Nun bin ich von Hause aus Psychologin und Coach und verdiene meinen Lebensunterhalt damit, anderen Leuten zu helfen, neue Lösungen zu finden oder ihnen andere Strategien und Gedankengänge nahe zu bringen. Nicht jedes Problem lässt sich mit Yoga lösen, aber ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass Yoga eine gute Ergänzung zu vielen Maßnahmen ist.

Körper und Geist hängen untrennbar zusammen

Das liegt daran, dass unser Körper und unser Geist miteinander verbunden sind. Das merken wir schon, wenn wir uns streiten und unser Körper sofort reagiert: Uns wird heiß, wir fühlen unser Herz schneller klopfen und sind plötzlich hellwach. In Trainings und Coachings wird dieser Zusammenhang schon lange bewusst genutzt. Da werden zum Beispiel neue Strategien gemeinsam mit einfachen Bewegungesabläufen trainiert, um sie besser abrufbar zu machen.

Wenn du magst, dann probiere einmal diesen kleinen Trick in einer der nächsten Runden aus, in denen du sitzt (und dir die Namen merken willst): Schaue jeden an, der sich vorstellt und wiederhole im Geist dreimal den Namen, während du ein wenig dabei nickst. Mach beim nächsten Kandidaten genau das gleiche und wiederhole dann noch einmal den Namen von davor. Fahr genau so fort und du wirst sehen: Du merkst dir eine Menge mehr Namen als vorher und dabei hilft diese kleine Bewegung des Kopfes nicht unerheblich. Yogis entdecken den Zusammenhang von Körper und Psyche übrigens spätestens aus den Hüftöffner-Stunden, wenn dann plötzlich die Tränen laufen und das nur, weil man in der Taube liegt. Verrückt, oder?

Yoga nutzen, um bewusst Veränderungen zu leben

Wer Yoga liebt, dem lege ich also ans Herz ein wenig zu kombinieren und die eigene Praxis anzureichern. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Dingen, die man tun kann. Ich habe euch aber mal eine besonders schöne und machtvolle Kombinationen mitgebracht. Erprobt und in meinen Yoga & Psychologie-Workshops für gut befunden — Wohlfühlen also garantiert.

Zum Beispiel: Verknüpfe gute Erinnerungen mit Yoga

Alle unsere Erinnerungen sind auch mit körperlichen Empfindungen verbunden. Denke an deine Lieblingssituation aus dem letzten Urlaub und zwar so konzentriert und intensiv, dass du beispielsweise tatsächlich den Wind auf der Haut spüren und das Leuchten des Meeres sehen kannst. Dann fühle in deinen Körper hinein und schon kannst du spüren, wo genau sich das dazugehörende Gefühl in deinem Körper wohlig ausbreitet. Herrlich ist das.

Um so eine tolle Erinnerung mit Yoga zu verknüpfen, musst du als erstes intensiv an eine schöne Situation denken und sie so richtig mit allen Sinnen, die du noch erinnerst, wahrnehmen:

Sehen, was es zu sehen gab.
Hören, was es zu hören gab.
Riechen, was es zu riechen gab.
Schmecken, was es zu schmecken gab.

Dann fühl in dich rein und spüre die Stelle in deinem Körper auf, wo das wunderbare Gefühl sitzt, was mit diesem schönen Augenblick verbunden ist. Merke es dir.

Halte danach während deiner Yogapraxis in einer Asana inne und rufe genau dieses Gefühl wieder auf. Du wirst intuitiv wissen, welche der Stellungen sich eignet, weil sie schlichtweg zu diesem Gefühl passt. Schließe die Augen und denke an die schöne Situation aus deiner Vergangenheit, lass das Gefühl in dir anfluten und genieße und halte die Asana. Wiederhole diese Kombination ein paarmal und du wirst sehen, dass sich das gute Gefühl immer schneller einstellt.

Gute Gefühle besser abrufbar machen

Du hast durch diese Verbindung von Bewegung und Erinnerung zwei schöne Effekte: Einmal schaffst du so eine viel bessere Abrufbarkeit der schönen Situation. Je öfter du sie erinnerst, umso einfacher wird es. Und außerdem verknüpft sich das Asana mit guten Gefühlen. Beides ist wunderbar, um sich öfter besser zu fühlen und es wird dazu führen, dass das Gefühl in deinem Alltag und in deiner Yogapraxis immer präsenter wird. Mentales Wohlfühltraining sozusagen.

Alles klar? Dann ausprobieren und viel Spaß!

Alles Liebe, Silja

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Photocredit: Sam Young Photography


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Silja ist Mama von drei Söhnen, von Beruf Trainerin, Coach und Yogalehrerin. Sie liebt Psychologie, Yoga, grünes Essen und alles, was das Leben schöner, leichter, fröhlicher macht. Du kannst sie u.a. in Workshops zum Thema „Yoga & Psychologie“ erleben und auf ihrer Seite  www.glücksplanet.de mehr von ihr lesen.  


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