Yoga und der Tod: Annamaya Kosha
Yogabuch Sterben

Die happy: Glücklich sterben?

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Glücklich Sterben: Kann das ein Thema für dieses Magazin sein? JA!

Leider wird das Thema Tod in unseren Breitengraden gerne noch ausgeklammert, und das obwohl uns bewusst ist, dass wir alle einmal sterben werden und unsere Annamaya Kosha verlassen müssen.

Unsere körperliche Hülle wird auch mit regelmäßigem yogen auf der noch so ökologischsten Matte im Durchschnitt nicht älter als ca. 80 Jahre plus/minus ein paar Jährchen – je nachdem ob Mann, Frau, Raucher, Nichtraucher, Yogi, etc…

Ich halte nicht so viel von Statistiken. Als ich für dieses Artikel eine aktuelle, durchschnittliche Zahl ermitteln wollte, wurde mir bewusst, dass quasi, fast und wahrscheinlich die Hälfte meines Lebens um ist – tick, tack.

Eins meiner Yogakinder fragte mich, warum ich nur einen Sohn hätte. Ich wusste zunächst keine kindgerechte, ehrliche Antwort und selbst dachte ich immer, „na ja, für ein zweites Kind hab ich ja noch Zeit“. Aber ist das wirklich so? Was, wenn ich morgen sterbe? Was sagt wohl meine persönliche Statistik dazu? Haben wir wirklich viel Zeit?

Wenn man älter wird und ganz besonders wenn man eigene Kinder hat, merkt man wie schnell die Zeit verfliegt. „Und schon wieder ein Jahr um“ denkt man doch, wenn man die Geburtstagskerzen vom veganen Kuchen auspustet, zumindest, wenn man alt genug für Ü30 Partys ist, oder nicht? Ich persönlich hoffe mal auf ein hohes Alter.

Wozu achte ich sonst auf eine gesunde Lebensweise? Täglich Yoga, Meditation, gesundes Essen, ausreichend Schlaf, tanzen, viel lachen und möglichst wenig ungesunden Stress.

Vielleicht mag der und die ein oder andere denken: „Das ist mir alles zu ernst. Ich will mir meiner eigenen Sterblichkeit nicht bewusst sein. Ich lese jetzt lieber etwas über die neuesten Kosmetikprodukte, als meine kostbare Zeit mit Gedanken über meinen Tod zu verschwenden. Ich will Spass haben im Leben!“

Nun mal Buddha bei die Fische.

Gut, Yoga macht Spass – mir zumindest. Ich lache gerne, gerne auch über mich selbst. Ich dreh auch mal die Musik zu Hause lauter und tanze ungezwungen, wild und frei durch die Wohnung. Gerne auch zum aktuellen Song von Pohlmann „ATMEN“ Der Tod tanzt mit, der Spass kann kurzfristig sein. Nein, ich bin kein Pessimist nur ehrlich. Wir wissen einfach nicht, wann unsere Zeit abgelaufen ist. Im Grunde wünschen wir uns doch alle, dass wir immerzu in einem Zustand der Glückseligkeit und des inneren Friedens, verweilen könnten. Aber wer von uns Nichtgurus schafft das schon? Bitte melden oder Kommentar unter diesem Artikel setzen!

Wenn wir irgendwann alt und faltig (zumindest die unter uns, die auf Botox verzichten) auf dem Sterbebett liegen, wollen wir doch Rückblickend behaupten können, ich hatte ein schönes, glückliches Leben. Und durch Yoga, Meditation, etc. versuchen wir dieses zu Lebzeiten zu erreichen. Wer träumt nicht vom inneren Frieden, der unabhängig ist vom äußeren, oberflächlichen Spass? Aber das gibt es nicht mal einfach so für zwischendurch.

Es genügt nicht, sich in ein hippes Yogashirt mit freundlicher Botschaft à la „Shine bright“ zu schmeißen, peacige Mantramucke im Auto aufzulegen auf dem Weg ins angesagteste Yogastudio der Stadt, seinen Körper in die schwierigste Variation einer Asana zu bretzeln und dann zu glauben, ich werde bald erleuchtet sein. Nur noch eine 10er Karte und dann erreiche ich endlich Samadhi.

Aber wie erreichen wir dann inneren Frieden, Erleuchtung? Möglichst bevor wir sterben? Wir suchen Antworten in Büchern, auf der Matte, beim Guru deines Vertrauens und in östlichen Philosophien. Wir wollen das leidvolle Klesha abhinivesa – die Angst vor dem Tod mindern. Wenn wir es schaffen könnten, diese Angst zu besiegen, könnten wir wirklich frei sein und tiefen inneren Frieden finden.

Was ist nun die Geheimwaffe, gegen dieses leidverursachende Klesha? Ein grosses Hinderniss! Grösser als das Himalayagebirge oder der Kailash oder das erreichen sonstiger Ziele im Leben. Wir haben für viele Hindernisse Lösungen parat. Und wenn nicht, suchen wir nach einer Pille oder einer ErleuchtungsApp zum Gratisdownload. Die Lösung zur Überwindung der Angst vor dem Tod, finden wir in unserem wahren selbst. Ein Weg, um unser wahres selbst zu erkennen, kann Yoga sein. In den Yogasutras von Patanjali finden wir eine Anleitung hin zu einem authentischeren Leben. Wir können die Kleshas, die Leiden, mindern.

Wenn wir in unserem Leben Situationen zu meistern haben, die uns unglücklich machen, müssen wir selbst unseren Hintern hoch kriegen und uns fragen:

  • Was ist meine Aufgabe in dieser Situation?
  • Was kann ich daraus lernen?
  • Was kann ich verändern und tun, um in der Situation wieder glücklich zu sein?

Stellt man sich verantwortungsbewusst den Hindernissen im Leben, kann man Gift in Medizin verwandeln und glücklich und gestärkt aus Krisen herauswachsen. Letztendlich ist die Angst vorm Sterben der starke Wunsch zu Leben. Wir sollten den Tod nicht leugnen und uns der eigenen Sterblichkeit bewusst sein, denn so kann man auch bewusst durchs Leben gehen. Und ich kann nur jedem wünschen „die happy – but live happier“.

Nicole Schröter / www.elbyogis.de


Buchtipp: Für alle, die in das Thema ein wenig eintauchen möchten empfehlen wir „Das Yogabuch vom Leben und Sterben“ von Kundalini Meister und Yogalehrer Satya Singh, Verlag OW Barth 2013. Erhältlich hier.

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Nicole Schröter ist Yogalehrerin und Inhaberin des Yogastudios Elbyogis in Wedel. Sie schreibt derzeit an ihrem ersten Buch für Teens und ist selbst Mutter. Ätherische Öle bereichern ihre Arbeit, ihr zu Hause und das Leben an sich in sämtlichen Lebenslagen. Die Öle von dōTERRA haben sie persönlich voll und ganz überzeugt. Aber auch ihr Sohn liebt es seinen Diffuser zu benutzen. Ob beim Einschlafen oder um morgens wach in den Tag zu starten. Die Öle bieten für jede Gefühlslage etwas oder unterstützen bei den kleinen oder auch größeren Wehwehchen. Nicole beantwortet dir alle Fragen zu den Ölen und ihrer fantastischen Wirkung unter Lovely Oils oder schreibe ihr einfach eine Mail.


'Die happy: Glücklich sterben?' has 1 comment

  1. 16. Dezember 2014 @ 9:47 5 einfache Yoga Übungen gegen Nackenschmerzen

    […] innerstes Selbst für immer ein Teil des Universums ist. Wohl aber nicht unsere Hülle. Unser Annamaya Kosha, der physische Körper, ist vergänglich und je älter wir werden, desto mehr fängt er an […]


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