Der große Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid

Mitgefühl und Mitleid: Es gibt einen großen Unterschied

Ich erkläre dir heute den Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid, und warum es so wichtig ist, ihn zu kennen. Ich weiß, es wird dir helfen, diese beiden Gefühle „richtig zu benutzen“.

Mitleid

Mitleid bedeutet „mitleiden“. Wenn dir jemand etwas Negatives erzählt und du „leidest mit“, übernimmst du dessen Gefühle in dieser Situation und sein Problem wird plötzlich zu deinem Problem.

Du brauchst deine guten Energien komplett auf für etwas, dass dich eigentlich gar nicht betrifft. Machst dir Sorgen, denkst nach, bist traurig oder wütend.

Du machst das Leiden des anderen zum eigenen Leiden.

Du zerbrichst dir den Kopf eines anderen. Suchst Lösungen, für Probleme, die dich nicht betreffen und vernachlässigst deine eigene Arbeit.

Alle schlechten Gefühle, die damit einhergehen, werden plötzlich zu deinen Gefühlen und belasten dich. So ziehst du deine wertvolle Energie aus deinem Leben ab und investierst sie in etwas, was dich keinen Schritt weiterbringt (und die andere Person höchstwahrscheinlich auch nicht).

Mitgefühl

Mitgefühl dagegen ist „mitfühlen“. Du hörst zu, erkennst die Ängste und Sorgen deines Gesprächspartners an, gibst ihm Rückhalt, zeigst Verständnis und „fühlst mit“.

Aber nach diesem Gespräch, nachdem du für denjenigen da warst, ist das Thema für dich erledigt.

Du sitzt nicht noch stundenlang da und grübelst nach. Du lässt die Sorgen und die Traurigkeit des anderen bei ihm. Lässt sich sie nicht dein Leben bestimmen.

Die Probleme von anderen sollen dich nicht negativ belasten. Schau ob ihr helfen kannst (konstruktiv) und sei dankbar dafür, dass es dir selber gut geht.

Und dann: schalte ab. Bewahre deine kostbare Lebenskraft für dein eigenes Leben und lass dich nicht von „fremden“ Problemen runterziehen. Lasse niemals „das Negative“ von anderen Menschen in deinen Energiefeld eindringen. Grenze dich ab. 

Du bist nicht für die ganze Welt verantwortlich

Ganz besonders wichtig und erleichternd war es für mich zu erkennen: ich bin nicht für den Rest der Welt verantwortlich. Du kannst nicht die ganze Welt retten. Du kannst nicht alle Menschen retten, du kannst nicht einmal die Menschen in deinem Umfeld retten. Dies ist nicht möglich. 

Ja, es ist tragisch, wenn die beste Freundin gerade verlassen wurde und es ist schlimm, dass der beste Freund gerade Pleite gegangen ist.

Aber: nur weil du jetzt dasitzt und weinst und dir dein Hirn darüber zermarterst, wird es nicht besser werden. Nur weil du jetzt wütend bist, hilfst du dadurch niemandem weiter.

Im Gegenteil: du schadest dir dadurch selber – und im weiteren Sinn deinem nahen Umfeld –  , indem du Energie verbrauchst für Dinge, die nicht in deiner Macht liegen.

Du musst dich jedes mal aufs Neue entscheiden: liegt es in meiner Macht diese Dinge zu ändern? Dann Ok. Liegt es dagegen nicht in deiner Macht bzw. Verantwortung, dann lass es bleiben und hör auf, dich emotional binden zu lassen. 

Eine gewisse emotionale Distanz ist nötig

Wahre eine gewisse emotionale Distanz.

Das soll jetzt nicht heißen, dass du völlig teilnahmslos durch die Welt stapfen und jeden, der dir mit seinen Problemen kommt, mit einem „Mir doch egal“ anblöken sollst.

Es bedeutet lediglich deine emotionalen Grenzen zu ziehen, deinen inneren Schatz an Energie nicht zu vergeuden und täglich dafür zu sorgen, dass deine Kraftreserven aufgefüllt sind. 

Und ja: du kannst trotzdem noch ein guter Partner, Freund, Sohn/Tochter, usw. sein- Einfach indem du dem anderen gibst was er braucht: Zuspruch, den sogenannten Fels oder einfach nur ein offenes Ohr.

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Photocredit: Alvin Mahmudov via Unsplash.com


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Angelika Stranger kommt aus Österreich und schreibt seit 2017 auf ihrem Blog www.umgekrempelt.at. Sie verbindet ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung mit moderner Spiritualität und hilft dadurch ihren Lesern, ihre Ziele zu erreichen.


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